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Aktuelles

Pflege im Krankenhaus

Bei der Pflege von Patienten im Krankenhaus kann es von Vorteil sein, wenn Ärzte Aufgaben an Pflegekräfte abtreten. Das geht aus dem Abschlussbericht über das rheinland-pfälzische Modellprojekt „Pflege im Krankenhaus“ hervor.

Die Ergebnisse des dreijährigen Modellvorhabens zur Neuorganisation der Pflege in Krankenhäusern wird vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) positiv bewertet. „Die Ergebnisse sollen den Krankenhäusern Mut für weitere Prozessverbesserungen und die Übertragung von Aufgaben zwischen den Berufsgruppen machen“, kommentierte Schweitzer den Abschlussbericht des Modellvorhabens.
Die Gutachter unter der Leitung von Professorin Renate Stemmer von der Katholischen Hochschule Mainz empfehlen, die Übertragung von Aufgabenkomplexen auf Pflegefachpersonen weiterzuentwickeln, pflegeunterstützendes Personal zur Entlastung der Pflegefachkräfte einzusetzen.

Im Projekt habe sich vor allem „die Verbindung eines übergeordneten Versorgungsmanagements mit einer patientenbezogenen Pflege“ bewährt. So hat in dem Modell der Bezugspflege jeder Patient eine Pflegekraft als persönlichen Ansprechpartner erhalten.

Drei Jahre lang haben das Westpfalzklinikum Kaiserslautern, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und das Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich Modellprojekte zum Versorgungsmanagement und zur Aufgabenneuverteilung zwischen Pflegepersonal und Ärzten umgesetzt. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich evaluiert.

In ihrem Abschlussbericht kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, „dass sich die Umstrukturierungen überwiegend als erfolgreich gezeigt haben“. Damit sehen die Forscher positive Erfahrungen in anderen Ländern bestätigt.

„Eine stärkere Verantwortung der Pflegeberufe, klare Kompetenzverteilung und eine verbesserte Kommunikation zwischen den Berufsgruppen führen zu einem stärkeren Selbstbewusstsein der Pflegenden“, zieht Schweitzer ein positives Fazit. Zudem habe der Bericht gezeigt, dass die durchschnittlichen Fallkosten sowie die durchschnittliche Verweildauer bei gleichbleibender Qualität und Patientenzufriedenheit deutlich hätten gesenkt werden können.“ Vgl. www.heilberufe.de v. 28.08.14